Weihnachtssongs, die fast nicht nerven

Eels sind überzeugt: Weihnachten geht vor die Hunde. Clarence Carter singt vom Weihnachtsmann, der die kleinen Mädchen in den frühen Morgenstunden glücklich macht, während die Knaben draussen spielen.

Otis Reddings Version des Weihnachtsklassiker “White Christmas” ist unübertroffen: Zerrissen, verzweifelt und sehnsüchtig träumt er von einem weissen Fest. Poly Styrene zerschmettert, von einem Reggae- Rhythmus unterlegt, die weihnachtliche Idylle. Ella Fitzgerald hingegen lädt zur unbeschwerten Schlittenfahrt. Und Neil Diamond zitiert sein eigenes Repertoire.

Die Spotify-Liste ist eine eigenwillige, aber nicht zufällige Mischung aus Soullegenden, Rockgiganten, Jazz, Elvis und Indiebands.

Fröhliche Weihnachten. Oder wie die Ramones sagen würden: Merry Christmas (I Don’t Want to Fight Tonight).

Rick Rubins Modell zur Rettung der Musikindustrie

Musikproduzent Rick Rubin hat unter anderem zusammengearbeitet mit Johnny Cash, Neil Diamond, Metallica, Beastie Boys und Red Hot Chili Peppers. Seit kurzem ist er auch noch Co-Leiter des Musiklabels Columbia (gehört zu Sony BMG). In einem Bericht von Spiegel Online erklärt er sein Modell zur Rettung der Musikindustrie:

Musik im Abo, was, genauer gesagt, bedeutet, dass man künftig eine monatliche Gebühr von vielleicht 15 Euro zahlt und dafür uneingeschränkten Zugriff auf jedwede Musik erhält. “Die Zukunft sieht so aus”, sagt Rubin, erhebt sich und greift nach einem kleinen, schmucklosen Apparat, der wie eine TV-Fernbedienung aussieht. Ein Prototyp, mit dem man das Repertoire aller großen Online-Musikanbieter abrufen kann. “Was wollen Sie hören?”, fragt er. “Talking Heads? ,Remain in Light’?” Vergnügt wie ein großes Kind gibt er die Anfrage in seine Fernbedienung ein, und kurz darauf erklingen die Talking Heads aus Rubins Edellautsprechern. “Wer braucht da noch Tonträger?”, fragt er.